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Romische Religion im Kontext
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English summary: The essays and studies in Roman religion by Hubert Cancik provide an outline of its overall structure and its stories. They present observations on ritual practice and explain the ...
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17 January 2008
English summary: The essays and studies in Roman religion by Hubert Cancik provide an outline of its overall structure and its stories. They present observations on ritual practice and explain the self-analysis and criticism given by the Romans themselves and by the adherents of other religions, such as for example Greeks, Jews and Christians. These studies focus on the classical, imperial and late antique epochs, and the author deals in detail with the interaction between the Roman and the Greek, Jewish and Christian religions. During this time, all the religions developed or increased their universalistic tendencies. Based on long-standing and continuous cultural contacts between Italy and Greece, the Mediterranean religions converged under the homogenizing pressure exerted by the empire. A multireligious system came into being, which could be described as imperial religion.
German description: In den hier gesammelten Versuchen und Vorarbeiten skizziert Hubert Cancik die Struktur der romischen Religion und erzahlt ihre Geschichten. Er beobachtet die kultische Praxis und erklart ihre Selbstreflexion, die eigene und die Kritik der anderen, der Griechen, Juden, Christianer. Das raumliche Zentrum dieser Religion und dieser Essays ist die Stadt Rom und die stadtromische Religionsgeschichte: Denn diese Stadt ist das e Haupt, der Tempel, der Verschnitt der Oekumene. Die Religionsgeschichte der Stadt Rom fuhrt aber eben deshalb immer auf die Religionsgeschichte eines Imperium, das keine Grenze hat in Raum oder Zeit (Vergil). Der zeitliche Schwerpunkt der Aufsatze liegt in der klassischen Epoche, der Kaiserzeit und der Spatantike. Hier zeigt sich die Interaktion der romischen mit der griechischen, judischen und christlichen Religion in hervorragenden Texten (Markus, Tacitus, Flavius Josephus, Lukas, Lukian, Apuleius, Augustin). Alle Religionen dieser Epoche entwickeln oder verstarken universalistische Tendenzen. Auf der Grundlage fruher und kontinuierlicher italisch-griechischer Kulturkontakte konvergieren unter dem nivellierenden Druck des Imperium die Religionen des Mittelmeerraumes. Es entsteht ein multireligioses System, das als 'Reichsreligion' verstanden werden kann Das interreligiose Gesprach war auch in der Antike selten und schwierig. Fremde Bilder und Riten konnen Angst auslosen oder transportieren; Vermeidung der anderen Religion ist leichter als ihre Wahrnehmung. Rerpression, Entsakralisierung, Asthetisierung sind Folgen dieser Konflikte. Die Geistesgeschichte der romischen Religion interpretiert die mythische Theologie der Dichter, die geschichtlichen und philosophischen Reflexionen auf Religion, die Anfange von Religionsgeschichtsschreibung und Religionswissenschaft.
German description: In den hier gesammelten Versuchen und Vorarbeiten skizziert Hubert Cancik die Struktur der romischen Religion und erzahlt ihre Geschichten. Er beobachtet die kultische Praxis und erklart ihre Selbstreflexion, die eigene und die Kritik der anderen, der Griechen, Juden, Christianer. Das raumliche Zentrum dieser Religion und dieser Essays ist die Stadt Rom und die stadtromische Religionsgeschichte: Denn diese Stadt ist das e Haupt, der Tempel, der Verschnitt der Oekumene. Die Religionsgeschichte der Stadt Rom fuhrt aber eben deshalb immer auf die Religionsgeschichte eines Imperium, das keine Grenze hat in Raum oder Zeit (Vergil). Der zeitliche Schwerpunkt der Aufsatze liegt in der klassischen Epoche, der Kaiserzeit und der Spatantike. Hier zeigt sich die Interaktion der romischen mit der griechischen, judischen und christlichen Religion in hervorragenden Texten (Markus, Tacitus, Flavius Josephus, Lukas, Lukian, Apuleius, Augustin). Alle Religionen dieser Epoche entwickeln oder verstarken universalistische Tendenzen. Auf der Grundlage fruher und kontinuierlicher italisch-griechischer Kulturkontakte konvergieren unter dem nivellierenden Druck des Imperium die Religionen des Mittelmeerraumes. Es entsteht ein multireligioses System, das als 'Reichsreligion' verstanden werden kann Das interreligiose Gesprach war auch in der Antike selten und schwierig. Fremde Bilder und Riten konnen Angst auslosen oder transportieren; Vermeidung der anderen Religion ist leichter als ihre Wahrnehmung. Rerpression, Entsakralisierung, Asthetisierung sind Folgen dieser Konflikte. Die Geistesgeschichte der romischen Religion interpretiert die mythische Theologie der Dichter, die geschichtlichen und philosophischen Reflexionen auf Religion, die Anfange von Religionsgeschichtsschreibung und Religionswissenschaft.
Price: £155.00
Pages: 484
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Publication Date:
17 January 2008
ISBN: 9783161493010
Format: Hardcover
BISACs:
RELIGION / Biblical Criticism & Interpretation / New Testament, Christianity, Criticism and exegesis of sacred texts
Inhaltsubersicht:
I,1 Romische Religion als System und Praxis
Romische Religion. Eine Skizze - Rome as Sacred Landscape. Varro and the End of Republican Religion in Rome - Zur Geschichte der aedes (Herculis) Musarum auf dem Marsfeld - Libri fatales. Romische Offenbarungsliteratur und Geschichtstheologie - The Truth of Images. Cicero and Varro on Image Worship - Haus, Schule, Gemeinde. Zur Organisation von 'fremder Religion' in Rom - The Reception of Greek Cults in Rome. A Precondition of the Emergence of an 'Imperial Religion' - patria - peregrina - universa. Versuch einer Typologie der universalistischen Tendenzen in der Geschichte der romischen Religion - Fides, Pistis und Imperium - Auswartige Teilnehmer an stadtromischen Festen - Die 'Repraesentation' von 'Provinz' (nationes, gentes) in Rom. Ein Beitrag zur Bestimmung von 'Reichsreligion' vom 1. Jahrhundert vor bis zum 2. Jahrhundert nach Christus - Nichts blieb ubrig fur die Verehrung der Gotter. Historische Reflexion uber Herrscherverehrung bei Tacitus - Der Kaiser-Eid. Zur Praxis der romischen Herrscherverehrung
I,2 Geistesgeschichte der romischen Religion
Das Ende von Welt, Geschichte, Person in der griechischen und romischen Antike - Reinheit und Enthaltsamkeit in der romischen Philosophie und Religion - Versuche zum Gluck. Drei Interpretationen zur Religions- und Geistesgeschichte im Rom der neutestamentlichen Epoche: Phaedrus, Plinius, Epiktet - Romische Damonologie (Varro, Apuleius, Tertullian) - Romischer Religionsunterricht in apostolischer Zeit. Ein pastoralgeschichtlicher Versuch zu Statius, Silve V 3, 176-184 - Lucian on Conversion. Remarks on Lucian's Dialogue 'Nigrinos' - Parallels. How the Ancients Compared Their Religions - Caput mundi. Rom im Diskurs 'Zentralitat' - Tempel der ganzen Welt. Agypten und Rom - Ein Volk grunden. Ein myth-historisches Modell in Vergils Aeneis - 'Gotter einfuhren'. Ein myth-historisches Modell fur die Diffusion von Religion in Vergils Aeneis - Romische Religion in spatantiken Vergil-Kommentaren
I,1 Romische Religion als System und Praxis
Romische Religion. Eine Skizze - Rome as Sacred Landscape. Varro and the End of Republican Religion in Rome - Zur Geschichte der aedes (Herculis) Musarum auf dem Marsfeld - Libri fatales. Romische Offenbarungsliteratur und Geschichtstheologie - The Truth of Images. Cicero and Varro on Image Worship - Haus, Schule, Gemeinde. Zur Organisation von 'fremder Religion' in Rom - The Reception of Greek Cults in Rome. A Precondition of the Emergence of an 'Imperial Religion' - patria - peregrina - universa. Versuch einer Typologie der universalistischen Tendenzen in der Geschichte der romischen Religion - Fides, Pistis und Imperium - Auswartige Teilnehmer an stadtromischen Festen - Die 'Repraesentation' von 'Provinz' (nationes, gentes) in Rom. Ein Beitrag zur Bestimmung von 'Reichsreligion' vom 1. Jahrhundert vor bis zum 2. Jahrhundert nach Christus - Nichts blieb ubrig fur die Verehrung der Gotter. Historische Reflexion uber Herrscherverehrung bei Tacitus - Der Kaiser-Eid. Zur Praxis der romischen Herrscherverehrung
I,2 Geistesgeschichte der romischen Religion
Das Ende von Welt, Geschichte, Person in der griechischen und romischen Antike - Reinheit und Enthaltsamkeit in der romischen Philosophie und Religion - Versuche zum Gluck. Drei Interpretationen zur Religions- und Geistesgeschichte im Rom der neutestamentlichen Epoche: Phaedrus, Plinius, Epiktet - Romische Damonologie (Varro, Apuleius, Tertullian) - Romischer Religionsunterricht in apostolischer Zeit. Ein pastoralgeschichtlicher Versuch zu Statius, Silve V 3, 176-184 - Lucian on Conversion. Remarks on Lucian's Dialogue 'Nigrinos' - Parallels. How the Ancients Compared Their Religions - Caput mundi. Rom im Diskurs 'Zentralitat' - Tempel der ganzen Welt. Agypten und Rom - Ein Volk grunden. Ein myth-historisches Modell in Vergils Aeneis - 'Gotter einfuhren'. Ein myth-historisches Modell fur die Diffusion von Religion in Vergils Aeneis - Romische Religion in spatantiken Vergil-Kommentaren