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Gewalt und Gewalten
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English summary: The problems presented by new forms of national and international military and criminal violence challenge the classic boundaries between military and police, defence against enemi...
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08 November 2012
English summary: The problems presented by new forms of national and international military and criminal violence challenge the classic boundaries between military and police, defence against enemies from outside and the maintenance of domestic peace and order. In dealing with those challenges, a new ethical criteriology is needed which allows for a conceptualization of the different problem areas, relates to the classical theories of the containment of violence as well as to pluralistic explanatory contexts and in doing so does not lose sight of the ambivalence in any use of force. The ethics of 'law -abiding force' - mainly devised by Hans-Richard Reuter - on which this volume focuses, present and apply this kind of criteriology.
German description: Die Herausforderung durch neue Formen nationaler und transnationaler kriegerischer und krimineller Gewalt stellt die klassischen Grenzen zwischen ausserstaatlichem Gewaltumgang in zwischenstaatlichen Kriegen und innerstaatlicher Gewaltbegrenzung in Frage, damit aber auch Aufgabenzuschreibungen, Selbstverstandnis und Struktur der Organisationen des staatlichen Gewaltmonopols: Nationalstaatliches Militar hat es mehr und mehr mit polizeilichen Aufgaben im Rahmen von Friedenssicherungs- oder -konsolidierungsmissionen zu tun; innerstaatliche Polizei kommt durch die Terrorismusabwehr plotzlich mit Gegnern von aussen, aFeinden, in Beruhrung.
Ethisch gesehen bedarf es zur Bewaltigung der neuen Herausforderungen an die Gestaltung des inner- wie zwischenstaatlichen Friedens einer Kriteriologie, die den Problemlagen des Gewaltgebrauchs durch die unterschiedlichen Gewalten gerecht wird, an die klassischen Gewalteinhegungstheorien sowie an plurale Begrundungskontexte anschlussfahig ist und dabei die Ambivalenz und Problematik jedes Gewaltumgangs nicht vernachlassigt. Eine solche Kriteriologie liegt in der Figur einer - massgeblich durch Beitrage Hans-Richard Reuters gepragten - aEthik rechtserhaltender Gewalt vor, die den Fokus bildet, um den dieser Band gruppiert ist.
Die Grundidee dieses Konzepts besteht in der Vorstellung, dass physische Gewalt auch als ultima ratio nur in dem Masse akzeptabel sein kann, in dem sie den Rechtszustand einsetzt oder erhalt, wobei dieser Rechtszustand vorrangig als Rechtsidee verstanden wird, die den Bestand der Prinzipien von Menschenwurde und Menschenrechten umfasst und diejenige gleiche Anerkennung und wechselseitige Erwartungssicherheit ermoglicht, die Konflikte und Interessengegensatze gewaltfrei zu regeln erlaubt.
German description: Die Herausforderung durch neue Formen nationaler und transnationaler kriegerischer und krimineller Gewalt stellt die klassischen Grenzen zwischen ausserstaatlichem Gewaltumgang in zwischenstaatlichen Kriegen und innerstaatlicher Gewaltbegrenzung in Frage, damit aber auch Aufgabenzuschreibungen, Selbstverstandnis und Struktur der Organisationen des staatlichen Gewaltmonopols: Nationalstaatliches Militar hat es mehr und mehr mit polizeilichen Aufgaben im Rahmen von Friedenssicherungs- oder -konsolidierungsmissionen zu tun; innerstaatliche Polizei kommt durch die Terrorismusabwehr plotzlich mit Gegnern von aussen, aFeinden, in Beruhrung.
Ethisch gesehen bedarf es zur Bewaltigung der neuen Herausforderungen an die Gestaltung des inner- wie zwischenstaatlichen Friedens einer Kriteriologie, die den Problemlagen des Gewaltgebrauchs durch die unterschiedlichen Gewalten gerecht wird, an die klassischen Gewalteinhegungstheorien sowie an plurale Begrundungskontexte anschlussfahig ist und dabei die Ambivalenz und Problematik jedes Gewaltumgangs nicht vernachlassigt. Eine solche Kriteriologie liegt in der Figur einer - massgeblich durch Beitrage Hans-Richard Reuters gepragten - aEthik rechtserhaltender Gewalt vor, die den Fokus bildet, um den dieser Band gruppiert ist.
Die Grundidee dieses Konzepts besteht in der Vorstellung, dass physische Gewalt auch als ultima ratio nur in dem Masse akzeptabel sein kann, in dem sie den Rechtszustand einsetzt oder erhalt, wobei dieser Rechtszustand vorrangig als Rechtsidee verstanden wird, die den Bestand der Prinzipien von Menschenwurde und Menschenrechten umfasst und diejenige gleiche Anerkennung und wechselseitige Erwartungssicherheit ermoglicht, die Konflikte und Interessengegensatze gewaltfrei zu regeln erlaubt.
Price: £72.00
Pages: 354
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Publication Date:
08 November 2012
ISBN: 9783161517907
Format: Paperback
BISACs:
LAW / Military, POLITICAL SCIENCE / Law Enforcement, SOCIAL SCIENCE / Violence in Society, Violence and abuse in society, Police and security services, Military and defence law and civilian service law
Torsten Meireis: Einleitung
Ausubung rechtserhaltender Gewalt
Hans-Richard Reuter: Terrorismus und rechtserhaltende Gewalt. Grenzen des Antiterrorismus aus ethischer Sicht - Albert A. Stahel und Claudine Nick-Miller: Afghanistan, ein Morast aus Terroristen, Kriminellen und Lugen - Paul Klein und Gerhard Kummel: Zwischen Rechtserhaltung und Nicht-Rechtserhaltung: Gewalt als Wesensmerkmal militarischer Organisationen - Rafael Behr: Rechtserhaltende Gewalt als Zentrum polizeilicher Organisationskultur? - Werner Schiewek: Die eFreund-Feind-Unterscheidung' und die polizeiliche Arbeit - Dieter Baumann: Gibt es den moralisch und rechtlich unschuldigen, ungerechten Angreifer? Gedanken zum Militar als Rechtsdurchsetzungsinstitution im Spannungsfeld von Gerechtigkeit, Recht, Strategie und Verantwortung - Ulrike Wagener: Heroismus als moralische Ressource rechtserhaltender Gewalt? Ethische Reflexionen zu heroischen und postheroischen Elementen in der polizeilichen Organisationskultur - Gerhard Beestermoller: Das absolute Folterverbot: Fehlentwicklung oder Fortschritt?
Legitimitat und Ambivalenz rechtserhaltender Gewalt
Torsten Meireis: Die Realitat der Gewalt und die Hoffnung auf Frieden. Perspektiven des christlichen Umgangs mit Gewalt - Joachim von Soosten: Feindesliebe. Konstellationen einer Grenzmoral - Wolfgang Huber: Legitimes Recht und legitime Rechtsgewalt in theologischer Perspektive - Wolfgang Lienemann: Verbrechen und Strafe. Zur Rechtfertigung rechtserhaltender Gewalt - Friederike Barth: Widerstehende Gewalt. Das Beispiel Dietrich Bonhoeffer
Parameter rechtserhaltender Gewalt
Wolfgang Bock: Justiz als staatliche Gewalt. Ein Beitrag zu einer allgemeinen Rechtslehre - Karl Gabriel: Zivilgesellschaft und rechtserhaltende Gewalt - Eva Senghaas-Knobloch: Die Lucke der Rechtsbefolgung in der sozialen Dimension der Globalisierung
Ausubung rechtserhaltender Gewalt
Hans-Richard Reuter: Terrorismus und rechtserhaltende Gewalt. Grenzen des Antiterrorismus aus ethischer Sicht - Albert A. Stahel und Claudine Nick-Miller: Afghanistan, ein Morast aus Terroristen, Kriminellen und Lugen - Paul Klein und Gerhard Kummel: Zwischen Rechtserhaltung und Nicht-Rechtserhaltung: Gewalt als Wesensmerkmal militarischer Organisationen - Rafael Behr: Rechtserhaltende Gewalt als Zentrum polizeilicher Organisationskultur? - Werner Schiewek: Die eFreund-Feind-Unterscheidung' und die polizeiliche Arbeit - Dieter Baumann: Gibt es den moralisch und rechtlich unschuldigen, ungerechten Angreifer? Gedanken zum Militar als Rechtsdurchsetzungsinstitution im Spannungsfeld von Gerechtigkeit, Recht, Strategie und Verantwortung - Ulrike Wagener: Heroismus als moralische Ressource rechtserhaltender Gewalt? Ethische Reflexionen zu heroischen und postheroischen Elementen in der polizeilichen Organisationskultur - Gerhard Beestermoller: Das absolute Folterverbot: Fehlentwicklung oder Fortschritt?
Legitimitat und Ambivalenz rechtserhaltender Gewalt
Torsten Meireis: Die Realitat der Gewalt und die Hoffnung auf Frieden. Perspektiven des christlichen Umgangs mit Gewalt - Joachim von Soosten: Feindesliebe. Konstellationen einer Grenzmoral - Wolfgang Huber: Legitimes Recht und legitime Rechtsgewalt in theologischer Perspektive - Wolfgang Lienemann: Verbrechen und Strafe. Zur Rechtfertigung rechtserhaltender Gewalt - Friederike Barth: Widerstehende Gewalt. Das Beispiel Dietrich Bonhoeffer
Parameter rechtserhaltender Gewalt
Wolfgang Bock: Justiz als staatliche Gewalt. Ein Beitrag zu einer allgemeinen Rechtslehre - Karl Gabriel: Zivilgesellschaft und rechtserhaltende Gewalt - Eva Senghaas-Knobloch: Die Lucke der Rechtsbefolgung in der sozialen Dimension der Globalisierung