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Das sakrale Asyl in der Alten Welt

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English summary: Religious asylum is one of the few legal institutions in which religion and the law overlap. Thus in this legal institution religiousness and the spirit are reflected especially im...
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  • 22 March 2004
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English summary: Religious asylum is one of the few legal institutions in which religion and the law overlap. Thus in this legal institution religiousness and the spirit are reflected especially impressively in differing forms through the ages. Christian Traulsen examines the history of religious asylum in antiquity, referring to the history of ideas and the history of religion, and in doing so covers a wide spectrum ranging from altar asylum and cities of refuge in biblical Israel, supplication in the Iliad and the Odyssey and asylia and hiketeia in ancient Greece to the establishment of the right of asylum by the Christian churches in the Christian Roman empire.


German description: Wie nur wenige andere Rechtsinstitute steht das sakrale Asyl im Schnittpunkt zwischen Religion und Recht: Es ist der Schutz, den Menschen durch die Flucht an einen Heiligen Ort oder durch eine als heilig empfundene Schutzbitte zu erlangen vermochten. Daher spiegeln sich in diesem Rechtsinstitut Geist und Religiositat im Wechsel der Zeiten besonders eindrucksvoll in unterschiedlichen Formen des Rechts wider. Dies gilt besonders fur die Antike, auf deren Saulen des klassischen Altertums und der judisch-christlichen Uberlieferung die Kultur des modernen Europa ruht. Christian Traulsen untersucht die Rechtsgeschichte des sakralen Asyls dieser Epoche in ihren geistes- und religionsgeschichtlichen Bezugen und spannt dabei den Bogen von Altarflucht und Freistadten im Alten Israel uber Schutz und Zuflucht im Homerischen Epos, Asylie und Hikesie im Antiken Griechenland bis hin zur Entstehung des Asylrechtes der christlichen Kirche in der Spatantike.
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Price: £87.00
Pages: 364
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Jus Ecclesiasticum
Publication Date: 22 March 2004
ISBN: 9783161481703
Format: Hardcover
BISACs:

RELIGION / Biblical Criticism & Interpretation / Old Testament, Christianity, Criticism and exegesis of sacred texts

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Einleitung
Kapitel 1: Altarflucht und Freistadte im Alten Israe
1. Probleme und Methoden
1.1. Voruberlegungen
1.2. Grundlagen
1.3. Uberblick
2. Der Altar als Zufluchtsort
2.1. Erstes Buch der Konige 1, 50-53; 2, 28-34
2.1.1. Text
2.1.2. Zur Exegese
2.1.3. Rechtshistorische Schlussfolgerungen
2.2. Exodus 21, 12-14
2.3. Weitere Hinweise auf sakrale Asylvorstellungen
2.3.1. Asyl in den Psalmen?
2.3.2. Asyl in erzahlenden Texten?
2.4. Fazit
2.4.1. Die vorexilische Zeit
2.4.2. Die nachexilische Zeit
3. Die Freistadte
3.1. Die biblische Uberlieferung
3.2. Zur Exegese
3.2.1. Deuteronomium 19, 1-13
3.2.2. Numeri 35
3.2.3. Josua 20
3.2.4. Deuteronomium 4, 41-43
3.3. Rechtshistorische Bewertung
3.3.1. Religionsgeschichtlicher Zusammenhang
3.3.2. Der historische Kern
4. Palastina in hellenistischer Zeit
5. Ertrage

Kapitel 2: Schutz und Zuflucht im homerischen Epos
1. Befund
2. Probleme
3. Die flehentliche Bitte
4. Der Fremde
5. Der Hiketes
6. Ertrage
6.1. Zusammenfassung
6.2. Schlussfolgerungen

Kapitel 3: Hikesie und Asylie im Antiken Griechenland
1. Voruberlegungen
2. Hiketeia
2.1. Quellen
2.2. Zum Begriff
2.3. Hikesie-Mittel
2.3.1. Der Heilige Ort
2.3.2. Gesten und Gebarden
2.3.3. Attribute: Die Hiketeria
2.3.4. Besonderheiten
2.3.5. Bedeutung
2.4. Wirkung
3. Asylia
3.1. Sakulare Asylie
3.1.1. Inhalt
3.1.1.1. Die Asylie als Selbsthilfeverzicht
3.1.1.2. Die Asylie im Kriegszustand
3.1.2. Formen
3.1.2.1. Asylie der Einzelpersonen
3.1.2.2. Zwischenstaatliche Asylie
3.2. Sakrale Unverletzlichkeit
3.2.1. Die Unantastbarkeit des Heiligen
3.2.2. Das asylon hieron als phyximon
4. Die Schutzfunktion der griechischen Heiligtumer
4.1. Das Verhaltnis von Hikesie und Asylie
4.2. Zur rechtlichen Seite der Hikesie und Asylie
4.2.1. Erwagungen zur Rechtsnatur
4.2.2. Rechtsvorschriften
4.2.2.1. Die Hikesioi in den Hl. Gesetzen von Kyrene
4.2.2.2. Weitere Rechtsvorschriften
4.2.3. Grundsatz und Beschrankungen
4.3. Zur Rechtswirklichkeit
5. Entwicklungen in hellenistischer Zeit
5.1. Rechtliche Gewahrleistungen sakraler Asylie durch die. delphische Amphiktyonie
5.2. Heilige und unverletzliche Stadte
5.2.1. Kathierosis kraft zwischenstaatlicher Anerkennung
5.2.2. Hieros kai asylos als Titel auf Munzen und Inschriften
5.3. Staatliche Anerkennung sakraler Unverletzlichkeit in den Monarchien
5.3.1. Seleukidenreich
5.3.2. Ptolemaerreich
5.3.3. Zusammenfassung
6. Unter romischer Herrschaft
6.1. Sakrales Asyl in Rom
6.2. Begegnungen
6.3. Die Asyluberprufung der Jahre 22/23 n. Chr.
7. Zusammenfassung

Kapitel 4: Die Entstehung des kirchlichen Asylrechtes
1. Von der Kirchenflucht zum Asylrecht der Kirchen
1.1. Die Praxis der Kirchenflucht
1.2. Beschrankungen durch die kaiserliche Gesetzgebung
1.3. Die Anerkennung des Asylrechtes
1.3.1. Im Westen
1.3.2. Im Osten
1.3.3. Vereinheitlichung durch den Codex Theodosianus
1.4. Fazit
2. Verbindungslinien
Schluss