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Vermögen - Zuhause - Familiengedächtnis

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Welche Bedeutung hat Wohnen im Erbrecht? Denise Wiedemann verbindet Sozialgeschichte, Sozialpsychologie und Rechtsvergleichung mit deutscher Dogmatik und zeigt, warum die Wohnung im deutschen Erbrecht lange kaum besondere Beachtung fand.
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  • Format:
  • 31 March 2027
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Denise Wiedemann behandelt die individuellen und sozialen Bedeutungen des Wohnens und deren Reflexionen im Erb- und Ehegüterrecht. Sie verknüpft Einsichten der Sozialgeschichte und der Sozialpsychologie zum Bedeutungswandel des Wohnens mit Portraits ausländischer Rechtsentwicklung und kontrastiert sie mit dogmatischen Weichenstellungen des deutschen Rechts. Methodisch zeigt die Autorin, wie außerrechtliches Wissen nicht nur vordergründig in rechtspolitische Folgerungen übersetzt oder von rechtsvergleichenden Beobachtungen flankiert werden kann, sondern zu tiefergehenden Fragen an die rechtsdogmatischen Strukturen und ihre Trieb- oder Beharrungskräfte leitet. Entsprechend liegen auch die Ergebnisse der Arbeit auf mehreren Ebenen. Die stärkere Betonung von individuellen gegenüber kollektiven Wohnerfahrungen in den Rezeptionsprozessen zwischen Sozialpsychologie und rechtspolitischer Umsetzungen hat dazu beigetragen, dass der Wohnung vor allem im deutschen Erbrecht (zunächst) keine besondere Bedeutung beigemessen wurde. In dogmatischer Hinsicht rekonstruiert Denise Wiedemann den Grundsatz der Gleichbehandlung des Vermögens und den Grundsatz der Staatsfreiheit des Erbrechts als Hintergründe einer stärkeren Beharrungskraft des deutschen Erbrechts gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen.
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Price: £105.80
Pages: 350
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Beiträge zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Publication Date: 31 March 2027
ISBN: 9783162007940
Format: Hardcover
BISACs:

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ist Professorin für Bürgerliches Recht mit Schwerpunkt im Familien- und Erbrecht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Deutschland).

Einführung und Grundlegung
A. Gesellschaftlicher Wandel und Wandel des Wohnens
I. Äußere Wohnverhältnisse
II. Bedeutungen der Wohnung
III. Zusammenfassung
B. Vererben und Erben von Wohnungen
I. Vermögen
II. Zuhause
III. Familiengedächtnis
IV. Zusammenfassung
C. Gegenstand der Arbeit
Teil 1: Gleichbehandlung aller Rechtspositionen
A. Zuweisungsebene
I. Sukzessionsfähigkeit
II. Sukzessionstatbestand
B. Verteilungsebene
I. Auseinandersetzungsmodell des Code civil
II. Erbauseinandersetzung des BGB als Gegenentwurf
III. Erbauseinandersetzung im englischen Recht
IV. Zusammenfassung und Ausblick auf Teil 3
Teil 2: Sonderbehandlung der Wohnung auf Zuweisungsebene
A. Wohnraummiete
I. Lage um 1900
II. Regulierung des Wohnraummietrechts im Zuge beider Weltkriege
III. Verselbständigung des Bestandsschutzes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
IV. Zusammenfassende Überlegungen
B. Wohneigentum
I. Zuweisung des Wohneigentums
II. Zuweisung einer Wohnberechtigung
III. Bedarfsabhängiger Schutz der Wohnung
Teil 3: Sonderbehandlung der Wohnung auf Verteilungsebene
A. Entwicklungen im deutschen Recht seit 1900
I. Historische Gesetzes(vorschläge)
II. Reformüberlegungen jüngeren Datums
III. Schutz im geltenden Recht
B. Vorzugszuteilung der Wohnung im Vergleich
I. Intestates' Estates Act 1952: Appropriation of the Matrimonial Home
II. Code civil: Attribution préférentielle
III. Código civil: Sonderbehandlung der Ehewohnung im Ehegüterrecht
IV. Zusammenfassung
C. Blick in die USA: Uniform Partition of Heirs Property Act
I. Kritik am geltenden Erbauseinandersetzungsregime
II. Vorschläge der Law Commission
III. Zusammenfassung
Zusammenführung
I. Vergleichende Beobachtungen
II. Potentiale im deutschen Erbrecht