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Theo-Logie im Johannesevangelium

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Was am Johannesevangelium meist christologisch gelesen wird, erschließt Veronika Burz-Tropper als Rede von Gott: Durch Jesus, den "Exegeten", wird der Gott Israels als der Gott Jesu erfahrbar. Dieses vielschichtige Gottesbild zielt letztlich auf das Leben...
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  • 28 February 2027
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"Gottes-Rede" - d.h. Theo-Logie im strikten Wortsinn - kam in der neutestamentlichen Forschung bisher verglichen mit der Christologie, Pneumatologie sowie Ekklesiologie, Soteriologie und Eschatologie wenig in den Blick. Veronika Burz-Tropper schließt diese Lücke für das Johannesevangelium, indem sie Bausteine zu einem johanneischen Gottesbild erarbeitet. Ausgangspunkt ist Joh 1,18, das sie als programmatische Leseanleitung versteht: Jesus erscheint dort als "Exeget" des Vaters und damit als maßgebliche Offenbarungsinstanz für Aussagen über Gott.
Auf dieser Grundlage untersucht die Autorin die Gottesrede Jesu im Johannesevangelium. Sie geht von der These aus, dass der Evangelist den Gott des Alten Testaments als den Gott Jesu darstellt und intensiv mit alttestamentlichen Traditionen arbeitet. In motiv- und traditionsgeschichtlicher Perspektive werden so zentrale Theologumena herausgearbeitet.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Vaterbild, dem häufigsten Gottesbild im Johannesevangelium. Hinzu kommen die metaphorischen Ich-bin-Worte Jesu ("Brot des Lebens", "Licht der Welt", "Tür", "guter Hirte", "Auferstehung und Leben", "Weg, Wahrheit und Leben"), die im Zusammenhang mit Aussagen wie "ich und der Vater sind eins" (Joh 10,30) und „wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen" (Joh 14,9) als Ausdruck der Gottesoffenbarung interpretiert werden. Diese Texte zeigen, dass die Selbstoffenbarung Jesu letztlich auf die Offenbarung Gottes zielt.
Im Johannesevangelium geschieht Gottesoffenbarung ausschließlich in Jesus Christus als Logos und Exeget des Vaters. Ziel dieser Offenbarung ist das Leben der Menschen: Wer Jesus annimmt, wird Teil der "familia dei" und erhält Anteil an der göttlichen Liebe. Dies wird durch weitere Bausteine zum Gottesbild verdichtet: "Gott ist wahrhaftig", "Gott ist Geist" und "Gott ist Liebe".

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Price: £131.30
Pages: 300
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament
Publication Date: 28 February 2027
ISBN: 9783161705847
Format: Hardcover
BISACs:

RELIGION / Biblical Studies / New Testament, Neues Testament, RELIGION / Biblical Commentary / General, RELIGION / History, Christentum: Heilige Texte und geheiligte Schriften, Geschichte der Religion, Kritik und Exegese heiliger Texte

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Geboren 1984; 2011 Promotion an der Universität Wien; 2023 Habilitation an der Universität Innsbruck; 2022-26 Professorin für New Testament Studies an der KU Leuven; Universitätsprofessorin für Neues Testament an der Paris Lodron Universität Salzburg.

I. Einleitung: Eine Theo-Logie des Johannesevangeliums
1. Hinführung
2. Die Frage nach einer Theo-Logie des Neuen Testaments und speziell des Johannesevangeliums
3. Einleitungswissenschaftliche Vorfragen zum Johannesevangelium und Forschungsstand zu seiner Theo-Logie
4. Methodisches und Forschungsfrage
II. Joh 1,18 als Paradigma einer Theo-Logie des Johannesevangeliums.
1. Der Johannesprolog als Eröffnung und Leseanleitung für das gesamte Evangelium
2. Joh 1,18 als Ende des Johannesprologs
3. Erhebung und erste Analysen der mit Joh 1,18 in intratextuellem Zusammenhang stehenden Texte und Motivkreise
4. Zwischenbilanz: Gott im Johannesevangelium - eine nicht zu vernachlässigende Größe!
III. Motiv- und traditionsgeschichtlicher Hintergrund des Johannesevangeliums
1. Johannes und das Alte Testament
2. Das zeitgenössische Judentum und das Johannesevangelium.
3. Kurze Bilanz zum traditionsgeschichtlichen Hintergrund für das johanneische Gottesbild
IV. Vater
1. Der Begriff Vater im Johannesevangelium
2. Motiv- und Traditionsgeschichtliches zum "Vater-Bild"
3. Der Vater als Winzer - ein spezieller Baustein der johanneischen Theo-Logie
V. Die metaphorischen Ich-bin-Worte als „Gottes-Bilder"
1. Allgemeines zu den Ich-bin-Aussagen
2. Ich-bin-Aussagen im Johannesevangelium
3. "Ich bin das Licht der Welt" (Joh 8,12)
4. Tür, Hirte, Brot, Auferstehung und Leben, Weg und Wahrheit und Leben als Gottesbilder
VI. Drei weitere wichtige Bausteine der johanneischen Theo-Logie
1. Gott ist wahr(haftig)
2. Gott ist Geist
3. Gott ist Liebe
VII. Bausteine und Baustellen einer johanneischen Theo-Logie