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Stakeholderbeteiligung im Aktienrecht

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Wie viel Raum lässt das Aktiengesetz der Einbindung von Stakeholdern in die internen Entscheidungsprozesse einer Aktiengesellschaft? Lukas Daub geht dieser Frage vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um die Erreichung von Gemeinwohl- und Nachhaltigkeitszielen durch Regulierung...
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  • 31 October 2026
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Die Frage, ob und wie Nachhaltigkeits- und Gemeinwohlziele durch Regulierung der Unternehmensführung erreicht werden können, verleiht der wissenschaftlichen Diskussion um Corporate Governance eine neue Dimension. Ein Teilaspekt der aktuellen Debatte liegt in den zunehmenden Forderungen nach Führungskonzepten, die das Wohl aller Anspruchsgruppen eines Unternehmens (sog. Stakeholder) und nicht nur das der Anteilseigner in den Blick nehmen. Die beschriebene Neuausrichtung des Corporate Governance-Gedankens findet nicht nur in Diskussionsrunden und Positionspapieren statt. Spätestens mit der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD), welche der europäische Gesetzgeber in Umsetzung des European Green Deal erlassen hat, verändert sich die Realität für zahlreiche Unternehmen. Die CSDDD sieht über die Arbeitnehmermitbestimmung hinaus erstmals eine gesetzliche Pflicht zur Einbeziehung von Stakeholdern vor. Mit Blick auf diese Entwicklung stellt sich deutschen Aktiengesellschaften und ihren (Rechts-)Beratern die Frage, wie die Einbindung von Stakeholdern in der Praxis umzusetzen ist. Dabei werfen die rechtlichen Bindungen der Aktiengesellschaften Fragen auf. Wie viel Raum lässt die zwingende Kompetenzverteilung des Aktiengesetzes für die Einbindung von Stakeholdern? Setzen andere gesetzliche Vorgaben der Stakeholderbeteiligung Grenzen?
Die Untersuchung trägt zur Klärung der rechtlichen Fragen bei, welche die Einbindung von Stakeholdern mit sich bringt. Sie arbeitet zunächst den Stakeholder-Gedanken und dessen Bedeutung im geltenden Aktienrecht auf. Anschließend betrachtet sie die gelebte Praxis der Stakeholderbeteiligung in deutschen Aktiengesellschaften. Darauf aufbauend sucht sie Antworten auf die rechtlichen Fragen, die mit der Einbindung von Stakeholdern in gesellschaftsinterne Entscheidungsprozesse verbunden sind.

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Price: £102.00
Pages: 280
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Schriften zum Unternehmens- und Kapitalmarktrecht
Publication Date: 31 October 2026
ISBN: 9783162005939
Format: Hardcover
BISACs:

LAW / Corporate, Gesellschaftsrecht, LAW / Securities, BUSINESS & ECONOMICS / Organizational Behavior, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht, Corporate Governance: Rolle und Verantwortlichkeiten von Aufsichtsräten und Vorständen

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Geboren 1996; Studium der Rechtswissenschaft an der Bucerius Law School (Hamburg) und der University of Sydney; 2020 Erste Juristische Prüfung; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Privatrecht II der Bucerius Law School sowie am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht der Universität Düsseldorf; 2026 Promotion (Düsseldorf); Rechtsreferendariat am Landgericht Essen.

Einführung
A. Untersuchungsanlass
B. Gang der Untersuchung und Methodik
1. Kapitel: Grundlagen
A. Der Stakeholder-Ansatz - Konzept und Historie
B. Umsetzung des Stakeholder-Ansatzes im geltenden Aktienrecht
C. Fortgang der Untersuchung
2. Kapitel: Stakeholderbeteiligung in der Praxis
A. Einführung
B. Methode
C. Stichprobe
D. Resultate der qualitativen Inhaltsanalyse
E. Einwand: Stakeholder-Gremien und externe Berater
3. Kapitel: Stakeholderbeteiligung im (Aktien-)Recht
A. Einführung
B. Einführende Beispiele
C. Rechtsformübergreifende Überlegungen - Dritteinflüsse und Verbandssouveränität
D. Aktienrecht
Abschließende Betrachtung
A. Der Stakeholder-Gedanke und seine Rezeption im deutschsprachigen Diskurs
B. Stakeholderbeteiligung in der unternehmerischen Praxis
C. Stakeholderbeteiligung im (Aktien-)Recht