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Prognoseinstrumente in polizeilichen Entscheidungsprozessen

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Prognoseinstrumente sind Verfahren, die der Polizei zur Einschätzung der Gefährlichkeit von Personen dienen. In einem Rechtsstaat unterliegen polizeiliche Entscheidungsprozesse verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Vorgaben, die auch für solche Prognoseinstrumente gelten. Maja Werner arbeitet diese rechtlichen Rahmenbedingungen...
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  • 31 January 2027
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Seit einigen Jahren werden vermehrt Prognoseinstrumente zur Unterstützung der polizeilichen Arbeit eingesetzt. Mittels eines standardisierten Bewertungsverfahrens sollen diese Instrumente das Risiko einschätzen, das von einer Person ausgeht, zukünftig Straftaten zu begehen. Die so erstellten Einschätzungen erlauben es der Polizei dann, die zur Verhütung von Straftaten zur Verfügung stehenden Ressourcen gezielt einzusetzen. Maja Werner arbeitet die rechtlichen Maßgaben heraus, die beachtet werden müssen, wenn ein solches Instrument für polizeiliche Zwecke entwickelt und angewendet wird. Dafür arbeitet sie zunächst die grundlegenden Strukturen heraus, die das Recht der polizeilichen Entscheidungsbildung zugrunde legt, und analysiert, wie Prognoseinstrumente rechtlich zu verorten sind. Ausgehend von dieser Einordnung zeigt sie auf, welche verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Maßgaben, denen polizeiliche Entscheidungsprozesse unterworfen sind, für Prognoseinstrumente gelten. Schon diese Analyse zeigt, dass zahlreiche rechtliche Maßgaben nicht auf die Bewältigung komplexer Datenverarbeitungsprozesse zu Prognosezwecken ausgelegt sind. Aus diesem Grund entwickelt die Autorin diese rechtlichen Anforderungen entsprechend ihrer zugrundeliegenden verfassungsrechtlichen und rechtsstaatlichen Ziele fort in Form von Vorgaben für die Konstruktion von Prognoseinstrumenten für polizeiliche Zwecke und ihre Anwendung in der polizeilichen Praxis.
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Price: £100.80
Pages: 410
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Grundfragen des Straf- und Sicherheitsrechts
Publication Date: 31 January 2027
ISBN: 9783162003065
Format: Paperback
BISACs:

LAW / Administrative Law & Regulatory Practice, Sicherheits-, Polizei-, Ordnungs- und Waffenrecht, LAW / Criminal Procedure, Polizeirecht und Polizeiverfahren

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Geboren 1993; Studium der Rechtswissenschaften in Halle (Saale); Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule der Polizei Sachsen-Anhalt; Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht; 2025 Promotion (Freiburg i.Br.).

Teil 1: Grundlagen
§ 1 Einführung
§ 2 Von Prognosetafeln zu polizeilichen Prognoseinstrumenten: Entwicklung und methodische Grundlagen
§ 3 Personenbezogene Straftatenverhütung - Zum Anwendungskontext
§ 4 Die rechtlichen Konstrukte in polizeilichen Entscheidungsprozessen
Teil 2: Konstruktion von Prognoseinstrumenten für polizeiliche Entscheidungsprozesse
§ 5 Anforderungen an Konstruktion und Methodik
§ 6 Anforderungen an die Faktoren
Teil 3: Anwendungspraxis
§ 7 Die Informationsgrundlage der Anwendung
§ 8 Entscheidungsunterstützung durch Prognoseinstrumente
§ 9 Rechtsschutz
Teil 4: Anwendungsperspektiven und Resümee
§ 10 Anwendungspotentiale und -grenzen polizeilicher Prognoseinstrumente
§ 11 Schlussbetrachtung