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Martin Bucer und die Anfänge der Reformation (1520-1523/1524)

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Für die Reformation im Südwesten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gilt Martin Bucer (1491-1551) als die maßgebliche Persönlichkeit. Die Beiträger dieses Bandes untersuchen die Kontexte, in denen sich sein frühes reformatorisches Wirken entfaltete und...
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  • 30 November 2026
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Für die Reformation im Südwesten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gilt Martin Bucer (1491-1551) als die maßgebliche Persönlichkeit. Die Beiträger dieses Bandes erheben die Kontexte, in denen sich sein frühes Wirken entfaltete, und beleuchten die Ausprägungen der Reformation in ihrer regionalen Vielfalt. Der Schwerpunkt liegt auf den Anfängen in den Jahren 1520-1523/1524. Eine Schilderung der politischen wie geistesgeschichtlichen Zusammenhänge der Reformation und eine Charakterisierung der Theologie Bucers nach seinen frühen Schriften legen die Grundlagen für die anschließende Fokussierung auf das Elsass und die umliegenden Regionen. Baden und Kurpfalz, das Zürich Huldrych Zwinglis und das erasmianisch geprägte Basel waren einflussreiche Kontaktzonen, die die von Bucer getragene Reformation in verschiedener Weise beeinflussten und prägten. Zugleich wurde das Wirken Bucers flankiert von weiteren Faktoren, die die Reformation begünstigten oder aber retardierend wirkten: Die durch Reichstage oder Stadträte gesetzten Impulse schufen förderliche Bedingungen, während der traditionelle Klerus sich den Neuerungen entgegenstellte. Weibliche Initiativen stützten die durch die Reformation heraufgeführten Änderungen, und in der volkstümlichen Rezeption gewannen auch täuferische Positionen an Terrain, die dissentierendes Potential an den Tag legten. Schon früh bildeten sich im Elsass zudem reformatorische Brennpunkte heraus, von denen hier jene beleuchtet werden, an denen sich die regional vielfältige Ausprägung der Reformation in besonderem Maße verfolgen lässt: Straßburg (Strasbourg), Schlettstadt (Sélestat) und Mülhausen (Mulhouse). Die Wege und Medien, über die die Verbreitung reformatorischen Gedankenguts verlief, waren - wie auch sonst - Buchdruck, Korrespondenzen, katechetischer Unterricht, Predigt und Gesang. In den regionalen Kontexten des Südwestens und im Einflussbereich Bucers jedoch gewannen auch sie eine charakteristische Ausprägung.
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Price: £116.00
Pages: 330
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Spätmittelalter, Humanismus, Reformation / Studies in the Late Middle Ages, Humanism, and the Reformation
Publication Date: 30 November 2026
ISBN: 9783162008701
Format: Hardcover
BISACs:

HISTORY / Europe / General, Europäische Geschichte: Reformation, RELIGION / Theology, RELIGION / History, Theologie, Geschichte der Religion

REVIEWS Icon
Irene Dingel (Herausgegeben von)
Geboren 1956; Studium der Ev. Theologie und der Romanistik; 1986 Promotion und 1993 Habilitation an der Universität Heidelberg; 2005-22 Direktorin des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte, Mainz (Abt. Abendl. Rel.Gesch.); Senior-Forschungsprofessorin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz.

Matthieu Arnold (Herausgegeben von)
Geboren 1965; 1996 Habilitation an der Universität Strasbourg; Professor für Geschichte des Christentums an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Strasbourg.

Hinführung
Volker Leppin: Der politische und geistesgeschichtliche Kontext der Reformation - Christoph Strohm: Martin Bucers theologisches Profil nach seinen frühen Schriften

Kontexte - Die Oberrhein-Region und die Schweiz
Ulrich Andreas Wien: „das in kurtzer zeit mit der hilff des herrn gar viell eyn zirlicher Christenheit und loeblicher Evangelischer wandel bey uns würde erstaen". Anfänge der reformatorischen Bewegung in Regionen des heutigen Badens und der Pfalz - Peter Opitz: Ulrich Zwingli im Austausch mit den Straßburger Reformatoren Wolfgang Capito und Martin Bucer über den Aufbau einer „nach Gottes Wort reformierten" Kirche - Amy Nelson Burnett: The Erasmian Network. Basel as a Central Node of the Early Reformation

Akteure und historisch-theologisches Umfeld
Eike Wolgast: Reichstag, reformatorische Bewegung, und Stadtrat als Akteure der frühen Reformation - Olivier Ponçet: Le choix de Rome ? Les clercs restés fidèles à la foi traditionnelle à Strasbourg entre 1520 et 1524 - Andrea Hofmann: Akteurinnen der frühen Straßburger Reformation - Weibliche Initiativen - Irene Dingel: Das Echo der frühen Reformation auf volkstümlicher Ebene. Karsthans und Clemens Ziegler

Brennpunkte der Reformation im Elsass
Marc Lienhard: Les débuts de la Réformation à Strasbourg 1520-1524 - Gabriel Braeuner: Sélestat entre Humanisme et Réforme - Odile Kammerer: Mulhouse et les débuts de la Réformation

Medien und Wege der Verbreitung reformatorischen Gedankenguts
Armin Kohnle: Buchdruck und Reformation in Straßburg und Schlettstadt 1518-1525 - Matthieu Arnold: Le rôle des correspondances épistolaires dans la diffusion des idées réformatrices: l'exemple de Martin Bucer (1520-1524) - Florian Büttner: Frühe reformatorische Katechismen. Zwischen Abgrenzung und Integration - Wolf-Friedrich Schäufele: Martin Bucer als Theoretiker und Praktiker der evangelischen Predigt - Daniel Trocmé-Latter: „Gott sei gelobet": L'aube du chant de la Réforme strasbourgeoise - Beat Föllmi: Der Straßburger Psalmengesang und seine Wirkung