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Finfluencing
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30 September 2026
Die Digitalisierung hat die Kommunikation an Finanzmärkten grundlegend verändert. Während früher Finanzanalysten, Berater und Journalisten zentrale Informationsquellen für Privatanleger waren, treten heute verstärkt Finanz-Influencer in sozialen Medien auf und prägen die Meinungsbildung von Kleinanlegern. Jan Sehorz ordnet ihre Tätigkeit im europäischen und deutschen Finanzmarktaufsichtsrecht ein und verbindet sozialwissenschaftliche Erkenntnisse mit einer rechtlichen Analyse der Anwendbarkeit einschlägiger Vorschriften für Finanzinstrumente und Kryptowerte.
Ausgehend vom sozialwissenschaftlichen Konzept der Meinungsführer werden Finanz-Influencer als neuer Typus identifiziert und anhand empirischer Befunde sowie behördlicher Definitionsansätze näher bestimmt. Ebenso wird das Phänomen des „Finfluencings" durch Analyse der Geschäftsmodelle von Finanz-Influencern erschlossen. Angesichts von Vorwürfen einer Tätigkeit im regulatorischen Graubereich beleuchtet die Arbeit medien- und wettbewerbsrechtliche Vorgaben. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit finanzaufsichtsrechtliche Tatbestände wie Anlageempfehlung, Marktmanipulation, Anlageberatung, Anlagevermittlung und Marketingmitteilungen auf die Aktivitäten von Finanz-Influencern Anwendung finden. Darauf aufbauend werden relevante Pflichten sowie präventive und repressive Befugnisse der Aufsichtsbehörden dargestellt, wobei stets ein Vergleich zwischen den Regimen für Finanzinstrumente und Kryptowerte erfolgt. Abschließend zeigt der Autor einen regulatorischen Handlungsbedarf auf, um den Schutz von Kleinanlegern im digitalen Informationsumfeld zu gewährleisten.
LAW / Securities, Kapitalmarkt- und Wertpapierrecht
Einführung in die Untersuchung
A. Anlass der Untersuchung
B. Gegenstand der Untersuchung
C. Gang der Untersuchung
Erstes Kapitel: Sozialwissenschaftliche Grundlegung
A. Das Phänomen der Finanz-Meinungsführer
B. Das Phänomen der Finanz-Influencer
C. Finanz-Influencer als neuer Typus
Zweites Kapitel: Rechtswissenschaftliche Grundlegung
A. Finanz-Influencer im regulatorischen Graubereich
B. Die Regulierung von Finanz-Meinungsführern als Ausgangspunkt
C. Finanz-Influencer im finanzaufsichtsrechtlichen Spannungsfeld
Drittes Kapitel: Aufsichtsrechtliche Einordnung
A. Finanz-Influencer und Empfehlungsleistungen
B. Finanz-Influencer und Beratungsleistungen
C. Finanz-Influencer und Werbeleistungen
Viertes Kapitel: Bewertung des Rechtsrahmens
A. Handlungsbedarf auf Regulierungsebene
B. Handlungsbedarf auf Durchsetzungsebene
C. Zusammenfassung zur Bewertung des Rechtsrahmens
Zusammenfassung und Ausblick