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Ethik autonomer Waffensysteme

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Wenn autonome Waffensysteme selbständig Menschen töten können, wird die Ethik fundamental herausgefordert. Philipp Preußger verdeutlicht mithilfe künstlerischer und theologischer Perspektiven, dass autonome Waffensysteme der Beziehungsfähigkeit des Menschen entgegenstehen.
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  • 31 January 2027
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Die Angst des Menschen, die Kontrolle über vermeintlich autonome Technik zu verlieren, gelangt bei letalen autonomen Waffensystemen an ihren Scheidepunkt. Denn wenn Technik scheinbar unabhängig vom menschlichen Einfluss töten kann, wird die Ethik an ihrem innersten Punkt herausgefordert: der Entscheidung über Leben und Tod. Die Dissertation befasst sich mit ethischen Fragen, die bei der Entwicklung, Herstellung und Nutzung von letalen autonomen Waffensystemen auftreten. Schwerpunktmäßig werden dabei die Menschenwürde, die Verantwortung sowie die Gerechtigkeit betrachtet, die in politisch-rechtlichen Diskursen als ethische Leitkategorien bisweilen diffus rezipiert werden. Philipp Preußger verfolgt das Ziel, zum Verständnis der ethischen Gehalte der Menschenwürde, der Verantwortung und der Gerechtigkeit beizutragen. Jeder Diskurs über eine dieser Leitkategorien wird dabei in ein interdisziplinäres Gespräch mit künstlerischen und theologischen Perspektiven gestellt, aus dem heraus der Horizont der ethischen Debatte durch neue Erfahrungsräume geweitet werden kann. Ethik wird somit im Hinblick auf die Beziehungsfähigkeit des Menschen hin verstanden. Menschenwürde, Verantwortung und Gerechtigkeit verwirklichen sich als affizierte Beziehung zwischen Handlungssubjekt und Objekt. Es zeigt sich, dass die einzelnen Leitkategorien für sich genommen kein Verbot autonomer Waffensysteme begründen können, in der Zusammenschau jedoch verdeutlich, dass autonome Waffensysteme einem gelingenden und beziehungsfähigen Leben entgegenstehen.
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Price: £84.40
Pages: 210
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Perspektiven der Ethik
Publication Date: 31 January 2027
ISBN: 9783162005915
Format: Paperback
BISACs:

POLITICAL SCIENCE / Public Policy / Military Policy, Waffen und Ausrüstung, PHILOSOPHY / Ethics & Moral Philosophy, LAW / International, Theorie der Kriegsführung und Militärwissenschaft, Ethik und Moralphilosophie, Internationales Öffentliches Recht und Völkerrecht

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Geboren 1994; Studium der Ev. Theologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften in Dresden; 2025 Promotion an der TU Dresden.

1 Im Verborgenen. Eine Hinführung
1.1 Problematik
1.2 Konzeption
1.3 Erfahrungshorizonte
2 Zwischen Technik und Semantik. Autonomie in Waffensystemen
2.1 Bedeutungsverschiebungen
2.2 Operationen und Funktionen
2.3 Kontrollverlust
3 Das Ungewisse. Von der Würde des Menschen vor dem Verborgenen
3.1 Sichtung: Menschenwürde
3.2 Praktiken des technischen Sehens. Harun Farockis Auge/Maschine
3.3 Ungewissheit
3.4 Kommunikation. Ein theologisch-hermeneutischer Ansatz
3.5 An-/Erkennen
3.6 Labor
3.7 Zusammenschau: Schutz und Sicherheit
4 Das Unbekannte. Von der Hinwendung des Menschen an das Verborgene
4.1 Sichtung: Verantwortung
4.2 Farben der Gewalt. Mahwish Chishtys By the Moonlight
4.3 Unbekanntheit
4.4 Zum Nächsten werden. Eine theologische Hermeneutik
4.5 Oktroyieren
4.6 Zeugenschaft
4.7 Zusammenschau: Nähe und Distanz
5 Das Unsichere. Von der Teilhabe des Menschen an seiner Zukunft
5.1 Sichtung: Sicherheit und Frieden
5.2 Partizipatives Reflektieren. BBMs EPKOT
5.3 Unsicherheit
5.4 Abhängigkeit und Freiheit. Eine theologische Hermeneutik
5.5 Verletzungen
5.6 Ermöglichungen
5.7 Zusammenschau: Raum und Zeit
6 Leben statt Verborgenheit. Ein Ausblick