Skip to product information
1 of 0

Die Europäisierung der inneren Sicherheit

Publisher:

Regular price £105.80
Sale price £105.80 Regular price £0.00
Sale Sold out
Die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität stellt Europa vor wachsende Herausforderungen. Jul Krüger zeigt, welche Spielräume und Grenzen sich aus dem staatlichen Gewaltmonopol für die europäische Integration im Bereich der inneren Sicherheit ergeben.
Read More
  • Format:
  • 31 January 2027
View Product Details
Auf Grund anhaltend hoher Zahlen bei der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität innerhalb der Europäischen Union, lässt sich derzeit ein Missverhältnis zwischen dem europäischen Kriminalitätsraum und dem europäischen Sicherheitsraum beobachten. Die Mitgliedstaaten tun sich nicht nur aus politischen, sondern auch aus rechtlichen Gründen schwer, der europäischen Dimension innerer Sicherheit Rechnung zu tragen. Denn die Gewährleistung von innerer Sicherheit ist eng mit dem staatlichen Gewaltmonopol verknüpft, welches wiederum ein zentrales Merkmal staatlicher Souveränität ist. Was bislang nur wenig Berücksichtigung findet, ist, dass es sich beim staatlichen Gewaltmonopol nicht um einen vollständig tabuisierten Bereich handelt. Jul Krüger definiert einen Spielraum, in dem das staatliche Gewaltmonopol im Einklang mit dem Konzept der geteilten Souveränität im Staaten- und Verfassungsbund modifiziert und damit auch europäisiert werden kann. Das für die Erfassung dieses Spielraums entwickelte Vier-Ebenen-Modell des Gewaltmonopols ermöglicht nicht nur eine differenzierte Betrachtung der Europäisierung des staatlichen Gewaltmonopols (mithin des Status quo), sondern auch der Frage, inwiefern Modifikationen im Einklang mit der Kompetenzübertragungsgrenze des Art. 23 Abs. 1 S. 3 GG i.V.m. Art. 79 Abs. 3 GG möglich sind (Erweiterung des Status quo). Diskussionen zu Kompetenzübertragungen und -ausübungen können in das in der Arbeit entwickelte Modell eingeordnet werden, was auf einer abstrakten Ebene eine erste Beurteilung der Vereinbarkeit von Modifikationen des zivilen Gewaltmonopols mit verfassungsrechtlichen und europäischen Vorgaben ermöglicht. Die Autorin veranschaulicht dies anhand verschiedener Fallbeispiele.
files/i.png Icon
Price: £105.80
Pages: 320
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Studien zum europäischen und deutschen Öffentlichen Recht
Publication Date: 31 January 2027
ISBN: 9783162008329
Format: Paperback
BISACs:

LAW / Constitutional, Verfassungsrecht, LAW / Courts, Regierungsbefugnisse, Internationales Öffentliches Recht: Strafrecht, Internationales Öffentliches Recht: Verantwortlichkeit von Staaten und Körperschaften

REVIEWS Icon
Jul Krüger (Von (Autor))
Geboren 1997; Studium der Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin; 2026 Promotion (FU Berlin); Rechtsreferendariat beim Kammergericht Berlin.

Einleitung
A. Einführung und Gegenstand der Untersuchung - B. Gang der Untersuchung
Teil 1: Problemaufriss: Die organisierte Kriminalität als wesentliche Bedrohung des Raums der Sicherheit
A. Aktuelle Beispiele und Zahlen der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität - B. Begriff der organisierten Kriminalität in der EU - C. Innere Sicherheit und grenzüberschreitende organisierte Kriminalität - D. Zusammenfassung und Ergebnis
Teil 2: Die Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der EU (Bestandsaufnahme)
A. Entwicklung der Bekämpfung der organisierten Kriminalität in der EU bis zum Vertrag von Lissabon - B. Regelungsgefüge auf europäischer Ebene seit dem Vertrag von Lissabon - C. Institutionelles Gefüge - D. SDÜ und bilaterale Polizeiverträge i.S.v. Art. 39 Abs. 4 SDÜ am Beispiel der Nacheile - E. Zusammenfassung und Ergebnis
Teil 3: Auseinanderfallen von Ziel und Handlungsmöglichkeiten: Der Bedarf an „mehr" Zwangsbefugnissen
A. Kompetenzbedarf nach der Bestandsanalyse - B. Fallbeispiele - C. Vergleich mit der föderalen Struktur in Deutschland - D. Zusammenfassung und Ergebnis
Teil 4: Möglichkeiten und Grenzen weiterer Kompetenzübertragungen: Verfassungsrechtliche Grenze des (zivilen) Gewaltmonopols
A. Untersuchungsgegenstand - B. Die staatstheoretische Bedeutung des Gewaltmonopols - C. Kompetenzübertragungsmechanismus - D. Das zivile Gewaltmonopol als klassische Integrationsgrenze der Europäisierung der inneren Sicherheit - Nationale Regelungsansprüche - E. Tatsächlich: Europäisierung der Gewaltmonopole - F. Normativ: Kritische Analyse der klassischen Position - G. Zeitgemäße Interpretation der Integrationsgrenze des zivilen Gewaltmonopols - H. Zusammenfassung und Ergebnis
Teil 5: Möglichkeiten und Grenzen weiterer Kompetenzübertragungen und -ausübungen: Primärrechtliche Grenze des zivilen Gewaltmonopols
A. Nationale Sicherheit (Art. 4 Abs. 2 S. 2 und 3 EUV) - B. Innere Sicherheit (Art. 72 AEUV) - C. Nationale Identität (Art. 4 Abs. 2 S. 1 EUV) - D. Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 3 und 4 EUV) - E. Zusammenfassung und Ergebnis
Ausblick und Zusammenfassung
A. Einordnung der Ergebnisse und Ausblick - B. Zusammenfassende Thesen