Skip to product information
1 of 0

Der teleologische Gottesbeweis

Publisher:

Regular price £125.00
Sale price £125.00 Regular price £0.00
Sale Sold out
Jonas Leister untersucht den aktuellen Forschungsstand aus Physik und Kosmologie zur Frage der Feinabstimmung. Er beantwortet die Fragen: Ist Feinabstimmung ernst zu nehmen? Bedarf es zur Lösung des Phänomens mehr Forschung? Existiert ein Multiversum? Existiert...
Read More
  • Format:
  • 30 January 2027
View Product Details

Jonas Leister behandelt das Phänomen der Feinabstimmung (engl. fine-tuning) in einer umfassenden naturwissenschaftlichen, philosophischen und religionsphilosophischen Analyse. Anhand aktueller Phänomene für Feinabstimmung der Naturkonstanten aus der Teilchenphysik und Kosmologie wird auf Basis des mathematischen Wahrscheinlichkeitskalküls des Bayesianismus die Erklärungsbedürftigkeit des Phänomens präzise nachgewiesen. Zudem wird die Erklärungsbedürftigkeit gegenüber aktuellen Einwänden, wie des sog. "Problem of old evidence", auf Grundlage von Wissensschaftstheorie und des Objektiven Bayesianismus verteidigt.
Im nachfolgenden Teil werden sämtliche Erklärungsmöglichkeiten der Feinabstimmung vorgestellt und deren jeweilige Erklärungskraft detailliert bewertet. So werden die Erklärungen des Anthropischen Prinzips, einer theory of everything, eines Multiversums und einer Design-Hypothese eingängig vorgestellt und untersucht. Die Erklärungsoption des Anthropischen Prinzips wird in ihren sog. starken und schwachen Versionen analysiert. Eine Analyse einer endgültigen physikalischen Theorie bzw. theory of everything wird an Umfänglichkeit und Detailschärfe erstmals konsequent an wissenschaftstheoretischen Kriterien orientiert. Am meisten Raum nimmt die Analyse der Multiversums-Hypothese ein. Hierbei werden ebenso Multiversumstheorien mittels der Stringtheorie und der kosmologischen Inflationstheorie wie solche aus Big Bounce-Modellen und mittels der Evolutionären Entwicklung von Schwarzen Löchern untersucht. Anhand der aktuellen Forschungsliteratur zu Multiversumstheorien wird der Status der empirischen Bestätigung aufgezeigt und bewertet. Einen großen Teil der Untersuchung nehmen die Fragen ein, anhand welcher Empirielage ein Multiversum von Seiten der Wissenschaftstheorie als bestätigt gilt und ob anhand des gegenwärtigen Forschungsstand der Feinabstimmung auf die Existenz eines Multiversums geschlossen werden kann. Die Design-Hypothese wird in Aufnahme der empiristischen Philosophie anhand von David Hume analysiert. Im Spiegel der Kritik der Kant'schen Kritik, dem Idealismus des Späten Schelling und der Gottesbeweiskritik Hegels wird eine profilierte Position herausgearbeitet, welche den Erfolg des teleologischen Beweisversuchs nachweist. Zugleich wird nachgewiesen, dass anhand der empiristischen Grundprämissen einem teleologischen Deismus eine höhere Wahrscheinlichkeit zukommt als einem klassischen Theismus.

files/i.png Icon
Price: £125.00
Pages: 540
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Collegium Metaphysicum
Publication Date: 30 January 2027
ISBN: 9783162008428
Format: Paperback
BISACs:

RELIGION / Philosophy, Religionsphilosophie, RELIGION / Theism, SCIENCE / Cosmology, RELIGION / Religion & Science, Natur und Existenz Gottes und des Göttlichen, Kosmologie und das Universum, Religion und Wissenschaft

REVIEWS Icon
Geboren 1991; 2025 Promotion an der Eberhard Karls Universität Tübingen; Projektingenieur für Photovoltaik in Essen.

Einleitung und Überblick.
1. Thematische Einleitung.
2. Die spezifischen Anliegen der Untersuchung.
3. Inhaltsübersicht
4. Konkrete und nennenswerte Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung.

TEIL I: Darstellung und Kritik klassischer Versuche.

1. Einleitung.
2. Hume.
2.1 Einleitung.
2.2 Darstellung des Beweises.
2.3 Erste Einwände Philos gegen das Design-Argument - Teil II der Dialoge.
2.4 Anvisierte Erklärungskraft des Argumentes - Teil III der Dialoge.
2.5 Philos grundlegende Kritik an der Planungshypothese - Teil IV der Dialoge.
2.6 Erklärungskraft des Arguments - Teil V der Dialoge.
2.7 Alternative Erklärungen zu Planung - Teil VI - VIII der Dialoge.
3. Kant
3.1 Darstellung des Beweises.
3.2 Kritik des Beweises in der Kritik der reinen Vernunft.
3.3 Kritik des Beweises in der Kritik der Urteilskraft.
3.4 Kant und Hume.
4. Zusammenfassung von Teil I

Teil II: Ein modernes Argument - Das Phänomen der Feinabstimmung und seine Erklärungsbedürftigkeit.

1. Einleitung und Überblick.
2. Begriff der Feinabstimmung.
2.1 Einleitung und Überblick.
2.2 Wissenschaftlich gebräuchliche Definitionen von "Feinabstimmung".
2.3 Begründung der Auswahl einer Definition für die vorliegende Untersuchung.
2.4 Fazit zum Begriff der Feinabstimmung.
3. Phänomene der Feinabstimmung.
3.1 Überblick.
3.2 Das gegenwärtige Weltbild der Physik und weitere Voraussetzungen der Feinabstimmung.
3.3 Beispiele aus der Physik für das Phänomen der Feinabstimmung.
3.4 Fazit
4. Exkurs: Wissenschaftstheorie (Bayesiansimus und Teleologie)
4.1 Eine kurze Einführung in den objektiven Bayesianismus.
4.2 Definitionen: Erklärung und Bestätigung einer Theorie und Teleologie.
5. Erklärungsbedürftigkeit des Feinabstimmungsphänomens.
5.1 Überblick und Einleitung.
5.2 Definition der Erklärungsbedürftigkeit und mögliche Kritik.
5.3 Die Erklärungsbedürftigkeit des Feinabstimmungsphänomens.
5.4 Das "Problem of Old Evidence" als Generalkritik der Erklärungsbedürftigkeit
5.5 Fazit und Ausblick.
6. Zusammenfassung von Teil II

Teil III: Ein modernes Argument - Erklärungen für das Phänomen der Feinabstimmung.

1. Einleitung und Überblick.
2. Das Anthropische Prinzip.
2.1 Überblick.
2.2 Einleitung und Motivation: Die Grundidee des Anthropischen Prinzips als Beobachter-Auswahl-Effekt
2.3 Vielfältige Definitionsversuche eines Anthropischen Prinzips
2.4 Ordnung im Chaos der Formulierungen.
2.5 Vorstellung und Beurteilung der Erklärungskraft der einzelnen AP-Versionen.
2.6 Wissenschaftstheoretischer Exkurs: Das Anthropische Prinzip in den Naturwissenschaften.
2.7 Zusammenfassung zum Anthropischen Prinzip als Erklärung der Feinabstimmung.
3. Eine "Theory of everything".
3.1 Überblick.
3.2 Aktueller Forschungsstand zu einer "Theory of everything".
3.3 Beurteilung der Erklärungskraft einer TOE (eine vollständig kausale Erklärung der Welt)
3.4 Aufzeigen der Verschiebung von Feinabstimmung durch eine TOE (Typ b)
3.5 Aufzeigen der Verschiebung von Feinabstimmung durch eine TOE (Typ a)
3.6 Kritische Diskussion der bloßen Verschiebung durch TOE.
3.7 Triumph der Planungshypothese bei Gültigkeit einer TOE.
3.8 Zusammenfassung zur TOE als Erklärung der Feinabstimmung.
4. Die Multiversums-Hypothese - Grundlagen und Bestätigung.
4.1 Überblick.
4.2 Einleitung: Definition und Grundidee einer Multiversumshypothese.
4.3 Exkurs 1: Voraussetzungen für die empirische Erfassbarkeit eines Multiversums.
4.4 Exkurs 2: Das "Measure Problem" von Multiversumstheorien.
4.5 Exkurs 3: Die physikalische Inflationstheorie und das "Measure Problem der Inflationstheorie".
4.6 Exkurs 4: Der "inverse Spieler-Fehlschluss" (Inverse Gambler's Fallacy)
4.7 Fazit zur Bestätigungsmöglichkeit eines Multiversums.
5. Die Multiversums-Hypothese - konkrete Theorien und ihre Bewertung.
5.1 Überblick.
5.2 Lebensfreundliche Exo-Planeten oder die "Viele Sonnen-Hypothese".
5.3 Universen außerhalb unseres Beobachtungshorizontes.
5.4 Multiversum aus Stringtheorie und Inflation.
5.5 Evolutionstheorie für Universen über Schwarze Löcher (Smolin)
5.6 Theorie der zyklischen Universen.
5.7 Die Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik.
5.8 Das mathematische Multiversum.
5.9 Abschließende wissenschaftstheoretische Beurteilung der Multiversumstheorien.
5.10 Zusammenfassung zur Multiversumshypothese als Erklärung der Feinabstimmung.
6. Die Planungshypothese.
6.1 Überblick.
6.2 Einleitung.
6.3 Vorstellung und Beurteilung der Erklärungskraft der Planungshypothese.
6.4 Einwände gegen die Planungshypothese.
6.5 Aufweis der Uneindeutigkeit der Planungshypothese.
6.6 Ausblick auf eine umfassendere Behandlung der Teleologie.
6.7 Zusammenfassung zur Planungshypothese als Erklärung der Feinabstimmung.
7. Fazit zur Erklärung der Feinabstimmung.

Teil IV: Zusammenfassung.