We're sorry. An error has occurred
Please cancel or retry.
Spathumanismus und reformierte Konfession
Regular price
£105.20
Sale price
£105.20
Regular price
£0.00
Unit price
/
per
Sale
Sold out
Re-stocking soon
English summary: The articles in this volume examine how and in what way denominational orientations were reflected in the teachings of philosophy, jurisprudence and theology at the University of H...
Read More
Some error occured while loading the Quick View. Please close the Quick View and try reloading the page.
Couldn't load pickup availability
- Format:
-
23 October 2006
English summary: The articles in this volume examine how and in what way denominational orientations were reflected in the teachings of philosophy, jurisprudence and theology at the University of Heidelberg at the end of the 16th century. In theology, it is possible to establish a clear denominational dissociation, one which is directed at the so-called Gnesiolutherans and the Lutheranism of the Formula of Concord but not at the Lutheranism which had Melanchthonian tendencies. In philosophy, this is scarcely discernible. In jurisprudence, there was a strong dissociation from papism. However there are almost no dissociations within Protestantism. There is however a general criticism of the unpleasant quarreling among theologians. The authors of this volume show clearly what little meaning the labels Calvinist or reformed actually have.
German description: Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universitat Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universitat Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches lasst eine verstarkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorlaufige Befund ist jedoch widerspruchlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der grossen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenuber dem Papismus deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast vollig verzichtet und vielmehr durchgangig Kritik an dem argerlichen Theologengezank formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekraftig die Etiketten calvinistisch oder reformiert sind. Nicht weniger charakteristisch fur das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Prasenz westeuropaischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.
German description: Das internationale Symposium, das 2004 in der Johannes a Lasco Bibliothek in Emden stattfand, ging der Frage nach, ob und in welcher Weise konfessionelle Orientierungen am Ende des 16. Jahrhunderts in der Lehre der Philosophie, Jurisprudenz und Theologie an der Universitat Heidelberg einen Niederschlag gefunden haben. Gerade die Vorreiterrolle der Kurpfalz mit der Universitat Heidelberg bei den Versuchen einer Calvinisierung des Reiches lasst eine verstarkte Wirkung der Konfessionalisierung in den verschiedenen Lebensbereichen vermuten. Der vorlaufige Befund ist jedoch widerspruchlich. Bei den Theologen kann man eine klare konfessionelle Abgrenzung feststellen, die sich gegen die sogenannten Gnesiolutheraner und das Luthertum der Konkordienformel, nicht jedoch gegen das melanchthonianisch gesinnte Luthertum richtet. Bei den Philosophen ist das kaum greifbar, wie gerade die ambivalente Haltung zur ramistischen Methode zeigt. Bei den Juristen, die sich in der grossen Mehrheit der reformierten Konfession verbunden wissen, lassen sich Aspekte herausarbeiten, die eine scharfe Abgrenzung gegenuber dem Papismus deutlich machen. Hingegen wird auf innerprotestantische Abgrenzungen fast vollig verzichtet und vielmehr durchgangig Kritik an dem argerlichen Theologengezank formuliert. Insgesamt wird deutlich, wie wenig aussagekraftig die Etiketten calvinistisch oder reformiert sind. Nicht weniger charakteristisch fur das damalige Heidelberger Gelehrtenmilieu ist die tiefe Verbundenheit mit humanistischem Gedankengut sowie die starke Prasenz westeuropaischer Beziehungen und Erfahrungshorizonte.
Price: £105.20
Pages: 374
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Publication Date:
23 October 2006
ISBN: 9783161490422
Format: Hardcover
BISACs:
RELIGION / Christianity / History, History of religion, Christianity
Eike Wolgast: Geistiges Profil und politische Ziele des Heidelberger Spathumanismus
Cornel A. Zwierlein: Heidelberg und der Westen um 1600
Joseph S. Freedman: The Influence of Petrus Ramus in Heidelberg from 1572 through the Early Seventeenth Century
Don R. Sinnema: Johann Jungnitz on the Use of Aristotelian Logic in Theology
Gunter Frank: Ethik bei Viktorin Strigel und Abraham Scultetus
Kees Meerhoff: Bartholomew Keckermann and the Anti-Ramist Tradition at Heidelberg
Willem van 't Spijker: Heidelberger Gutachten in Sachen Vorstius
Herman J. Selderhuis: Das Recht Gottes. Der Beitrag der Heidelberger Theologen zu der Debatte uber die Pradestination
Theodor Mahlmann: Die Pradestinationslehre Georg Sohns (1551-1589) juristisch gelesen
Detlef Doring: Samuel Pufendorf und die Heidelberger Universitat in der Mitte des 17. Jahrhunderts
Christoph Strohm: Weltanschaulich-konfessionelle Aspekte im Werk Heidelberger Juristen
Cornel A. Zwierlein: Heidelberg und der Westen um 1600
Joseph S. Freedman: The Influence of Petrus Ramus in Heidelberg from 1572 through the Early Seventeenth Century
Don R. Sinnema: Johann Jungnitz on the Use of Aristotelian Logic in Theology
Gunter Frank: Ethik bei Viktorin Strigel und Abraham Scultetus
Kees Meerhoff: Bartholomew Keckermann and the Anti-Ramist Tradition at Heidelberg
Willem van 't Spijker: Heidelberger Gutachten in Sachen Vorstius
Herman J. Selderhuis: Das Recht Gottes. Der Beitrag der Heidelberger Theologen zu der Debatte uber die Pradestination
Theodor Mahlmann: Die Pradestinationslehre Georg Sohns (1551-1589) juristisch gelesen
Detlef Doring: Samuel Pufendorf und die Heidelberger Universitat in der Mitte des 17. Jahrhunderts
Christoph Strohm: Weltanschaulich-konfessionelle Aspekte im Werk Heidelberger Juristen