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Seinsgeschichte und phanomenologischer Realismus
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27 January 2015
German description: Heideggers Philosophie nach Sein und Zeit ist von dem Gedanken gepragt, dass Sein geschichtlich verstanden werden muss. Zugleich vertritt Heidegger aber etwa in Bauen Wohnen Denken und Das Ding die These, dass es einzelne Dinge sind, an denen die Welt erscheint. Wie diese beiden Uberlegungen zusammengehen konnen, lasst sich nur in einer systematischen Interpretation erschliessen. Heideggers Denken wird so als "phanomenologischer Realismus" verstandlich. Tobias Keiling zeigt, wie sich dieser phanomenologische Realismus aus Heideggers Interpretationen von Kant und Hegel ergibt und sich auf die Phanomenologie Husserls zuruckbezieht. Einleitend wird die Bedeutung von Heideggers Denken in aktuellen Debatten um einen metaphysischen Realismus verortet. Im Gedanken, dass Dinge kulturelle Formationen erschliessen, wird Heidegger auch zum Vordenker einer Diskussion um Dinglichkeit und Materialitat in den Kulturwissenschaften.
PHILOSOPHY / History & Surveys / Modern, PHILOSOPHY / Movements / Phenomenology, Western philosophy from c 1800, Phenomenology and Existentialism