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Rechtsmissbrauch als Paradoxie
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04 November 2019
Aus juristischer Sicht ist Rechtsmissbrauch eine lastige Randfigur, die ausnahmsweise eine Korrektur des Rechts im Einzelfall ermoglicht. Distanziert man sich vom binaren Rechtscode, so wird ein viel tiefer liegendes Problem sichtbar: Rechtsmissbrauch ist der Wiedereintritt (re-entry) der Unterscheidung Recht/Unrecht in sich selbst. Das Rechtssystem kann das Paradoxieproblem nur um den Preis negativer Selbstreferenz losen, und dies fuhrt auf Antinomien im System zuruck. Fallstudien zum Zivilrecht, Europarecht und Kartellrecht zeigen, dass die Figur des Rechtsmissbrauchs eine Rolle spielt, wenn sich Berechtigte widerspruchlich verhalten. Darunter fallen inkonsistente Selbstdarstellungen ebenso wie das gleichzeitige Nutzen und Unterlaufen von Moglichkeitsbedingungen.
Price: £165.00
Pages: 779
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Heidelberger Rechtswissenschaftliche Abhandlungen
Publication Date:
04 November 2019
ISBN: 9783161575945
Format: Hardcover
BISACs:
LAW / Commercial / General, Methods, theory and philosophy of law, Private or civil law: general, Company, commercial and competition law: general, Family law, Financial law: general, Property law: general, Taxation and duties law, Law of torts, damages and compensation, Law: wills, probate, succession