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Okonomischer Liberalismus als politische Theorie
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English summary: Unlike classical economic liberalism which advocates the economic interests of citizens against a non-democratic ruler, its modern followers address liberal policy norms to citizen...
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08 February 2012
English summary: Unlike classical economic liberalism which advocates the economic interests of citizens against a non-democratic ruler, its modern followers address liberal policy norms to citizens being the co-authors of politics. Democracy revises the preconditions of policy norms deriving from liberal economic theory. How can a policy conception uphold its normative status given that the majority in any European state would reject the minimal state? To this end Gerhard Wegner construes the meaning of economic liberalism from the perspective of Rawls' political liberalism. Hayek's theory of spontaneous order undergoes a reinterpretation: it becomes the legitimate ideology critique of legitimate political preferences. The author shows how political preferences lack consistency given the evolutionary character of market process. Modern economic liberalism thus inaugurates a dialogue partner for the public which has become disenchanted with its welfare expectations.
German description: Wahrend der klassische okonomische Liberalismus die Wohlstandsinteressen der Burger gegenuber einem nicht demokratisch legitimierten Herrscher vertrat, wenden sich die modernen Varianten des Liberalismus an den Burger als Souveran der Gesetzgebung. Das klassische Modell verliert unter dieser grundlegenden politischen Veranderung jedoch seinen ursprunglichen Geltungsanspruch. Gefordert ist nunmehr die demokratietheoretische Verortung einer wirtschaftspolitischen Konzeption, die in der demokratischen Offentlichkeit Europas nur eine Mindermeinung darstellt. Zu diesem Zweck rekonstruiert Gerhard Wegner den okonomischen Liberalismus aus der Perspektive des politischen Liberalismus. Er interpretiert Hayeks Theorie der spontanen Ordnung neu: sie tritt als legitime Ideologiekritik legitimer politischer Praferenzen auf. Metaphorisch gesprochen bildet der moderne okonomische Liberalismus den Dialogpartner einer mit sich unzufrieden gewordenen demokratischen Offentlichkeit, die ihre Wohlstandserwartungen enttauscht sieht.
German description: Wahrend der klassische okonomische Liberalismus die Wohlstandsinteressen der Burger gegenuber einem nicht demokratisch legitimierten Herrscher vertrat, wenden sich die modernen Varianten des Liberalismus an den Burger als Souveran der Gesetzgebung. Das klassische Modell verliert unter dieser grundlegenden politischen Veranderung jedoch seinen ursprunglichen Geltungsanspruch. Gefordert ist nunmehr die demokratietheoretische Verortung einer wirtschaftspolitischen Konzeption, die in der demokratischen Offentlichkeit Europas nur eine Mindermeinung darstellt. Zu diesem Zweck rekonstruiert Gerhard Wegner den okonomischen Liberalismus aus der Perspektive des politischen Liberalismus. Er interpretiert Hayeks Theorie der spontanen Ordnung neu: sie tritt als legitime Ideologiekritik legitimer politischer Praferenzen auf. Metaphorisch gesprochen bildet der moderne okonomische Liberalismus den Dialogpartner einer mit sich unzufrieden gewordenen demokratischen Offentlichkeit, die ihre Wohlstandserwartungen enttauscht sieht.
Price: £72.00
Pages: 292
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Untersuchungen zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik
Publication Date:
08 February 2012
ISBN: 9783161510342
Format: Paperback
BISACs:
BUSINESS & ECONOMICS / Economics / General, Economics