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Grundrechtslaboratorium Weimar
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English summary: Whereas the work of the constitution-making German national assembly adhered largely to the drafts of the ministerial bureaucracy in the law pertaining to state organization, the W...
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27 September 2004
English summary: Whereas the work of the constitution-making German national assembly adhered largely to the drafts of the ministerial bureaucracy in the law pertaining to state organization, the Weimar concept of the second main part of the constitution, Fundamental Rights and Duties of the Germans deviated from the standards set by Berlin to such an extent that the author of the draft, Hugo Preuss, refused to be associated with the Weimar constitution. What emerged was a laboratory of modern policies for fundamental rights with considerably widespread effects, accompanied by strong criticism. Walter Pauly examines these structural discussions. At the heart of the Weimar laboratory of fundamental rights was the subcommittee for the preliminary consultation on fundamental rights, to which Otto v. Gierke and Richard Schmidt were also asked to give statements. These statements are published in their entirety for the first time in the appendix to this book.
German description: Wahrend die Arbeit der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung im Bereich des Staatsorganisationsrechts weitgehend den Vorlagen der ministerialen Entwurfsburokratie folgte, verliess die Weimarer Konzeption des zweiten Hauptteils der Verfassung Grundrechte und Grundpflichten der Deutschen die Berliner Vorgaben in einem Masse, das den Entwurfsverfasser Hugo Preuss insoweit eine Vaterschaft an der Weimarer Reichsverfassung ablehnen liess. Indem die Abgeordneten selbst in den Grundrechtsdiskussionen neue, namentlich sozial motivierte Fragen stellten und neue Wege beschritten, entstand ein Laboratorium moderner Grundrechtspolitik mit betrachtlichen Ausstrahlungswirkungen, begleitet allerdings von vehementer grundsatzlicher Kritik, die den geschaffenen Grundrechtsteil zum interfraktionellen Parteiprogramm erklarte. Walter Pauly untersucht diese Strukturdiskussionen, nicht hingegen die Entstehungsgeschichte der Einzelgrundrechte. Herzstuck des Weimarer Grundrechtslaboratoriums war der aus dem Verfassungsausschuss hervorgegangene Unterausschuss fur die Vorberatung der Grundrechte, zu dessen Entwurfsarbeit gutachtliche Stellungnahmen u.a. von Otto v. Gierke und Richard Schmidt eingeholt wurden. Diese Dokumente deutscher Verfassungsgeschichte werden im Anhang erstmals vollstandig zuganglich gemacht.
German description: Wahrend die Arbeit der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung im Bereich des Staatsorganisationsrechts weitgehend den Vorlagen der ministerialen Entwurfsburokratie folgte, verliess die Weimarer Konzeption des zweiten Hauptteils der Verfassung Grundrechte und Grundpflichten der Deutschen die Berliner Vorgaben in einem Masse, das den Entwurfsverfasser Hugo Preuss insoweit eine Vaterschaft an der Weimarer Reichsverfassung ablehnen liess. Indem die Abgeordneten selbst in den Grundrechtsdiskussionen neue, namentlich sozial motivierte Fragen stellten und neue Wege beschritten, entstand ein Laboratorium moderner Grundrechtspolitik mit betrachtlichen Ausstrahlungswirkungen, begleitet allerdings von vehementer grundsatzlicher Kritik, die den geschaffenen Grundrechtsteil zum interfraktionellen Parteiprogramm erklarte. Walter Pauly untersucht diese Strukturdiskussionen, nicht hingegen die Entstehungsgeschichte der Einzelgrundrechte. Herzstuck des Weimarer Grundrechtslaboratoriums war der aus dem Verfassungsausschuss hervorgegangene Unterausschuss fur die Vorberatung der Grundrechte, zu dessen Entwurfsarbeit gutachtliche Stellungnahmen u.a. von Otto v. Gierke und Richard Schmidt eingeholt wurden. Diese Dokumente deutscher Verfassungsgeschichte werden im Anhang erstmals vollstandig zuganglich gemacht.
Price: £57.00
Pages: 122
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Publication Date:
27 September 2004
ISBN: 9783161484797
Format: Paperback
BISACs:
LAW / Legal History, Legal history