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Funktionen der Rechtsprechung
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English summary: Consumer protection challenges civil procedural law dogmatics to reconstruct basic social functions of legal proceedings. In comparing Germany and England, Eva Kocher studies the f...
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09 May 2007
English summary: Consumer protection challenges civil procedural law dogmatics to reconstruct basic social functions of legal proceedings. In comparing Germany and England, Eva Kocher studies the forms of representing interests in consumer procedural law, in particular locus standi and private legal actions taken by associations, as well as instruments for decreasing the formal requirements in individual proceedings, such as for example small claims proceedings or settlements before court. The result of this study is the author's appeal for a differentiation between judicial and non-judicial functions of legal proceedings.
German description: Verbraucherschutz fordert die Zivilprozessrechtsdogmatiken heraus, grundlegende gesellschaftliche Funktionen des Gerichtsverfahrens zu rekonstruieren. Eva Kocher untersucht im Rechtsvergleich Deutschland/England einerseits verbraucherprozessrechtliche Formen der Reprasentation von Interessen (insbesondere Verbandsklagen) und andererseits Instrumente der Entformalisierung des Individualprozesses (wie zum Beispiel Bagatellverfahren oder die gerichtliche Schlichtung). Hierzu entwickelt sie Begriffe von Rechtsprechung und ihren Alternativen, die institutionen- und rechtsordnungsubergreifend geeignet sind, Funktionen der Konfliktlosung durch Verfahren herauszuarbeiten. Im Ergebnis pladiert die Autorin dafur, judikative und nicht-judikative Funktionen von Gerichtsverfahren deutlich auszudifferenzieren. Konfliktlosung auf Verbrauchermarkten vermag Rechtsprechung auch dort zu leisten, wo sie verrechtlichten Kollektivgutern bzw. kollektive Interessen zur Wirksamkeit verhilft. Hier arbeitet die Autorin mit einem soziookonomisch informierten Begriff des kollektiven Interesses und der sozialen Gruppe, der auch fur die rechtspolitischen Diskussionen uber kollektiven Schadensersatz nutzbar gemacht wird. Rechtsdogmatisch orientiert sich das Buch am Begriff des subjektiven Rechts als Gegenstand des Prozesses der Rechtsprechung. Eva Kocher zeigt einerseits, wie der englische Human Rights Act 1998 die gerichtlichen Aufgaben des subjektiven Rechtsschutz auch im Privatrecht belebt hat, und wie sich andererseits die deutsche Verbandsklage uber die Anspruchskonstruktion in Verbindung mit dem Begriff des kollektiven Interesses uberzeugend als genuin privatrechtliches Instrument konstruieren lasst.
German description: Verbraucherschutz fordert die Zivilprozessrechtsdogmatiken heraus, grundlegende gesellschaftliche Funktionen des Gerichtsverfahrens zu rekonstruieren. Eva Kocher untersucht im Rechtsvergleich Deutschland/England einerseits verbraucherprozessrechtliche Formen der Reprasentation von Interessen (insbesondere Verbandsklagen) und andererseits Instrumente der Entformalisierung des Individualprozesses (wie zum Beispiel Bagatellverfahren oder die gerichtliche Schlichtung). Hierzu entwickelt sie Begriffe von Rechtsprechung und ihren Alternativen, die institutionen- und rechtsordnungsubergreifend geeignet sind, Funktionen der Konfliktlosung durch Verfahren herauszuarbeiten. Im Ergebnis pladiert die Autorin dafur, judikative und nicht-judikative Funktionen von Gerichtsverfahren deutlich auszudifferenzieren. Konfliktlosung auf Verbrauchermarkten vermag Rechtsprechung auch dort zu leisten, wo sie verrechtlichten Kollektivgutern bzw. kollektive Interessen zur Wirksamkeit verhilft. Hier arbeitet die Autorin mit einem soziookonomisch informierten Begriff des kollektiven Interesses und der sozialen Gruppe, der auch fur die rechtspolitischen Diskussionen uber kollektiven Schadensersatz nutzbar gemacht wird. Rechtsdogmatisch orientiert sich das Buch am Begriff des subjektiven Rechts als Gegenstand des Prozesses der Rechtsprechung. Eva Kocher zeigt einerseits, wie der englische Human Rights Act 1998 die gerichtlichen Aufgaben des subjektiven Rechtsschutz auch im Privatrecht belebt hat, und wie sich andererseits die deutsche Verbandsklage uber die Anspruchskonstruktion in Verbindung mit dem Begriff des kollektiven Interesses uberzeugend als genuin privatrechtliches Instrument konstruieren lasst.
Price: £141.00
Pages: 549
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Beitrage zum auslandischen und internationalen Privatrecht
Publication Date:
09 May 2007
ISBN: 9783161491016
Format: Hardcover
BISACs:
LAW / Civil Procedure, LAW / International, International law, Legal systems: civil procedure, litigation and dispute resolution