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Diskursive Vernunft und formelle Gleichheit
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English summary: Tobias Lieber examines Jurgen Habermas' discourse theory of law and democracy from a lawyer's perspective. In his critique, he takes into account the large amount of secondary lite...
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25 July 2007
English summary: Tobias Lieber examines Jurgen Habermas' discourse theory of law and democracy from a lawyer's perspective. In his critique, he takes into account the large amount of secondary literature, including many American authors. Tobias Lieber takes a critical approach towards Habermas' understanding of democracy, basic rights and the separation of powers as well as the discourse theory of legal adjudication. His careful examination of the primary literature demonstrates contradictions and shortcomings in Habermas' theories. Based on these, the author modifies the discourse theory of law along the lines of an understanding of legitimate law which includes discursive rationality as well as a concept of fairness or formal equality which applies to all citizens. On the basis of this binary coded account of legitimate law, Tobias Lieber succeeds in giving a convincing explanation of the institutional structures in a state which has its foundations in democracy and the rule of law.
German description: Mit seiner diskurstheoretischen Deutung des demokratischen Rechtsstaats hat Jurgen Habermas eine anspruchsvolle philosophische Konzeption vorgelegt. 15 Jahre nach deren Erscheinen unternimmt Tobias Lieber den Versuch, Habermas' Aussagen aus juristischer Perspektive einer umfassenden, aber immanent anknupfenden Kritik zu unterziehen. Dabei berucksichtigt er die mittlerweile sehr umfangreiche Sekundarliteratur erstmals flachendeckend.
Gegenstand seiner Kritik sind insbesondere Habermas' Deutung des Demokratieprinzips, sein Verstandnis von Grundrechten und Gewaltenteilung sowie die Diskurstheorie der richterlichen Rechtsanwendung. Dabei setzt sich der Autor auch mit Robert Alexys Sonderfallthese sowie mit Klaus Gunthers Theorie des Anwendungsdiskurses auseinander. Unter sorgfaltiger Wurdigung der Primartexte zeigt er Widerspruche und Mangel der Habermasschen Konzeption auf.
Vor diesem Hintergrund entwickelt er eine Modifikation der Diskurstheorie des demokratischen Rechtsstaats. Danach ist der Legitimitatsanspruch des Rechts doppelt kodiert, und zwar durch die Hoffnung diskursiver Vernunft einerseits und einen Gehalt formeller Gleichbehandlung aller Burger andererseits. Verknupft werden diese beiden Elemente des Legitimitatsanspruchs durch eine skeptische Perspektive, die die diskursive Vernunft aller im Diskurs des Rechts real erzielten Ergebnisse bezweifelt, ohne auf die Konsensfahigkeit normativer Fragestellungen generell zu verzichten. Auf der Grundlage dieser Modifikation der Habermasschen Theorie gelingt es Tobias Lieber, die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats uberzeugender zu erklaren.
German description: Mit seiner diskurstheoretischen Deutung des demokratischen Rechtsstaats hat Jurgen Habermas eine anspruchsvolle philosophische Konzeption vorgelegt. 15 Jahre nach deren Erscheinen unternimmt Tobias Lieber den Versuch, Habermas' Aussagen aus juristischer Perspektive einer umfassenden, aber immanent anknupfenden Kritik zu unterziehen. Dabei berucksichtigt er die mittlerweile sehr umfangreiche Sekundarliteratur erstmals flachendeckend.
Gegenstand seiner Kritik sind insbesondere Habermas' Deutung des Demokratieprinzips, sein Verstandnis von Grundrechten und Gewaltenteilung sowie die Diskurstheorie der richterlichen Rechtsanwendung. Dabei setzt sich der Autor auch mit Robert Alexys Sonderfallthese sowie mit Klaus Gunthers Theorie des Anwendungsdiskurses auseinander. Unter sorgfaltiger Wurdigung der Primartexte zeigt er Widerspruche und Mangel der Habermasschen Konzeption auf.
Vor diesem Hintergrund entwickelt er eine Modifikation der Diskurstheorie des demokratischen Rechtsstaats. Danach ist der Legitimitatsanspruch des Rechts doppelt kodiert, und zwar durch die Hoffnung diskursiver Vernunft einerseits und einen Gehalt formeller Gleichbehandlung aller Burger andererseits. Verknupft werden diese beiden Elemente des Legitimitatsanspruchs durch eine skeptische Perspektive, die die diskursive Vernunft aller im Diskurs des Rechts real erzielten Ergebnisse bezweifelt, ohne auf die Konsensfahigkeit normativer Fragestellungen generell zu verzichten. Auf der Grundlage dieser Modifikation der Habermasschen Theorie gelingt es Tobias Lieber, die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats uberzeugender zu erklaren.
Price: £87.00
Pages: 391
Publisher: Mohr Siebeck
Imprint: Mohr Siebeck
Series: Grundlagen der Rechtswissenschaft
Publication Date:
25 July 2007
ISBN: 9783161493331
Format: Paperback
BISACs:
LAW / General, PHILOSOPHY / Political, Jurisprudence and general issues, Social and political philosophy